maçon, n.m. Maurer. Laut Langenscheidter Schulwörterbuch gehört das Wort zum Grundwortschatz. Ich kann mir aber gerade keine Situation vorstellen, in der ich das Wort jemals gebraucht haben könnte. Und genauso wenig kann ich mir vorstellen, dass es so häufig in Gesprächen verwendet wurde, dass es in den Grundwortschatz aufgenommen werden musste. Oder es wurden nur Handwerker interviewt. Wie dem auch sei, das Wort steht so nun mal auf derselben Seite wie der Maulwurf.
Nun mache ich mir über die Herkunft dieses Wortes Gedanken. Mit mur hat maçon ja nur das M gemein, also muss ein eventueller Zusammenhang weiter zurück liegen. Mein nächster Punkt wäre Latein. Mauer heißt dort murus, der Maurer ist dort faber murarius. Na super, dort gibts des Zusammenhang ganz eindeutig! faber murarius unterscheidet sich aber stark von maçon, also muss diesem Wort ein anderes Wort zugrunde liegen. Die cédille könnte ein Hinweis auf ein verschwundenes S sein. mason? masson? Irgendwas mit Haus (maison) oder Masse? Der Petit Robert verrät mir einen anderen Ursprung: Spätlateinisch machio, dass sich zum englischen make, also machen, tun, weiterentwickelte. Mit anderen Worten, ein maçon macht nur, aber was, wissen wir eigentlich nicht. Und trotzdem ist jedem klar, dass er immer an Mauern arbeitet.